tickSAFE forscht.

 


Weiterentwicklung der Greiferköpfe


tickSAFE arbeitet laufend an der Weiterentwicklung der Greiferköpfe. Unterschiedliche Formen und Materialien werden getestet. Bei Mensch und Tier.

  •  Wie verhält sich der Greifer bei sehr kleinen oder großen Zecken?
  •  Welchen Einfluss haben Saugdauer bzw. Zeckengröße auf das Entfernungsverhalten?
  •  Hat sich die Zecke eingegraben oder fängt sie damit gerade erst an?
  •  Wie beeinträchtigen eingeklemmte Haare oder Fell das Herausdrehen der Zecke?

Diese Faktoren spielen eine entscheidende Rolle und bestimmen über den Erfolg der Zeckenentfernung.

 

In der Pipeline: Ein Greiferkopf zur Entfernung kleiner Zecken

Die Entfernung kleiner Zecken stellt eine besondere Herausforderung dar. Auch erfahrene Anwender setzen mitunter mehrfach an, bis die Zecke entfernt ist. tickSAFE hat sich mit der Entfernung kleiner Zecken intensiv beschäftigt. Fazit: Wird die Zecke nicht genau im Zentrum des Greifers positioniert, kann sie sich bei der anschließenden Drehung seitlich aus dem Greiferschlitz herausdrehen. Da der Greiferkopf in bestimmten Positionen die Sicht auf Zecke und Greifposition verdecken kann und damit die exakte Positionierung verhindert, wurde ein neuer Greiferkopf entwickelt.

Bei diesem bestehen die Greiferhälften aus zwei flexiblen, pinzettenartigen Greifarmen und bieten dem Anwender freie Sicht auf die zu entfernende Zecke. So kann man schnell überprüfen, ob der Greifer richtig platziert ist und sich die Zecke im Zentrum der geschlossenen Greifarme befindet.

Im Grunde funktioniert der neue Greiferkopf wie eine Pinzette, mit zwei entscheidenen Vorteilen: die flexiblen Arme verhindern eine Quetschung der Zecke. Und: die Zecke wird durch die Rotationsmechanik automatisch herausgedreht.

 

Ziehen oder drehen?

Was soll man den nun, ziehen oder drehen? Ein Blick in die Literatur hilft weiter:

  •  Zenner (2006) konnte zeigen, dass bei den ziehenden Verfahren 70 % (!), den drehenden jedoch nur 20 % der Mundwerkzeuge im Wirt verbleiben,

  •  Robisch (2010) gibt nach Bewertung relevanter Kategorien den drehenden Verfahren den Vorzug,

  •  Duscher, Peschke und Tichy (2012) weisen in ihrer Arbeit auf die Vorteile des Drehens hin,

  •  Meinhold (2016) gibt einen Überblick über die verschiedenen Entfernungsmethoden.

 

                                                                

 

 

Fazit

Speziell die Entfernung kleiner Zecken erfordert einige Übung. Um das Übertragungsrisiko zu verringern, ist es besser, mehrfach anzusetzen, als mit einem starren Material die Zecke zu quetschen und damit möglicherweise eine Infektion auszulösen.

 


Der neue Greifer wird nach ausgiebiger, klinischer Testung in Serie gehen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

Zeckenentfernung am Bauch

 

Zeckenentfernung am Arm

 

 

 


Zeckenentfernung bei Lotte am Bauch

 


Zeckenentfernung am Vorderlauf

 

 

 

 


Zeckenentfernung bei Lotte